Hier ist nun der zweite Teil der Fraktionen von Warhammer 40K. Damit Der Umfang den Beitrag nicht wie Tanith sprengt, werden die Fraktionen in Kürze mit weiterführenden Links vorgestellt. Viel Spaß beim Xenosstudium! 😀

Die Eldar

Dem eigentlich klassischem Fantasybereich zuzuordnen sind dabei die Aeldadri und Orks. Die Aeldari, oder Eldar sind klassische Elfen im Weltraum. Sie sind eine der ältesten Völker im Spiel und besaßen eine dekadente Hochkultur. Allerdings bewirkte ein schleichender Prozess die Korrumpierung der Aeldari. Durch Dekadenz, Korruption und seelischer Verfall  wurde schließlich der Chaosgott Slaanesh geboren, der durch seinen Geburtsschrei die Heimatwelt der Eldar zerstörte. Nun heimatlos bewegen sich die meisten Eldar in riesige Weltenschiffe umher, während noch ein kleinerer Teil als “Dark Eldar” an den alten Gepflogenheiten festhält.

Ein Trupp Eldar Ranger
Ein Trupp Eldar Ranger © Games Workshop

Von ihrem Körperbau ähneln sie stark den Elben aus Tolkiens “Herr der Ringe”… wer hätte das gedacht?! 😀 Sie sind groß, dünn, haben eine menschenähnliche Form und spitze Ohren. Allerdings bestehen die Knochen aus einer unbekannten Flüssigkeit und haben eine Vielzahl an Organen; auch der Verstand ist um einiges komplexer und arbeitet schneller als bei einem Menschen. 

Die Orks

Wenn es schon Elben/Eldar im Universum gibt, dürfen die Orks ja eigentlich nicht fehlen! Zusammen mit den Menschen und Elben bilden sie ja sozusagen die “heilige Dreifaltigkeit” des Fantasy-Genres. Auch im 40K Universum sind die Grünhäuter eher vom robusten Körperbau mit Hauer und leben in einer ….martialischen Gesellschaft. Dennoch sind die Orks viel mehr als reine primitive Haudrauf-Barbaren.

Orkboyz
The (Ork)boyz are back in town! © Games Workshop

In Warhammer ist jedoch Ork nicht gleich Ork, unter dem Sammelbegriff tummeln sich noch andere Vertreter (Snotlinge und Grots) der gleichen Gattung an. Ork ist lediglich der Oberbegriff der Spezies. Eines der interessantesten Eigenschaften der Fraktion ist, dass Orks eine Mischung aus Pflanzen und Tieren sind, wobei die pflanzliche Seite dominiert. So bilden sich beispielsweise bei jedem Ork Sporen, aus denen weitere Orks wachsen können. Außerdem haben ihre Muskeln mehrere Schichten, sodass jeder Ork in seinem Leben mehrere Wachstumsschübe bekommt, manche sozusagen als “Belohnung” nach einem überstandenen Kampf. Jeder Ork besitzt ein psionisches Kraftfeld, dass sie als Art Schwarm zusammenzieht. Sind genügend Orks auf einem Platz, entwickelt sich daraus ein “Waaagh”. Dieses Kraftfeld ist außerdem so mächtig, dass allein der Glaube eines Orks ausreicht, um unmögliches möglich zu machen. So können eigentlich kaputte Waffen doch funktionieren, oder die Farbe Rot verleiht zusätzliche Schnelligkeit (Rotä Farbä). Warum? Weil Orks daran glauben 😀 Schön sind außerdem die einzelne Bezeichnungen ihrer Abteilungen 😀 Painboyz sind Sanitäter, Flyboyz sind Piloten und Heizas, nun… nun rasen gern in roten Schlitten 😀

Rotä Färba
Ein Orkbuggy mit Rotä Färba © Games Workshop

Die Tyraniden

Komplett anders und deutlich “spaciger” sind die Tyraniden. Diese Fraktion sind tatsächlich die einzigen Lebewesen, die (abgesehen von den Dämonen) am entferntesten humanoid aussehen. Vielmehr ähneln sie tatsächlich einem bizarrem kosmischen Schrecken in seiner ganzen widerwärtiger und unbeschreiblicher Existenz (Lovecraft-Fans verstehen mich :D). Es sind (riesige) Xenos mit messerscharfen Klauen und Reißzähnen und Insekten. Im Warhammer 40K Universum ziehen sie als intergalaktischer Heuschreckenschwarm umher mit nur einem Ziel: Fressen!

Tyranids
Der intergalaktischen (Heu)Schrecken! © Games Workshop

Benannt wurden die Schwärme nach der Welt Tyra, die hier zuerst auf die Menschen stießen. Man weiß nicht viel über die Tyraniden, nur dass sie aus einer anderen Galaxie stammen und durch gesteuerte Mutation entstehen. Dabei gibt es in einer Schwarmflotte viele unterschiedliche Spezies, die mit ihren unterschiedlichen Formen aber gleich tödlich sind. Da sie in Schwarmflotten unterwegs sind, besitzen Sie auch keine Individualität sondern ein gemeinsames Schwarmbewusstsein. Vor der Invasion der Tyraniden auf einer Welt, werden zuerst Symbionten ausgesandt, die sich mit der hiesigen DNA verbindet. Dadurch entstehen Hybriden, die einen Symbiontenkult aufbauen und die Welt in einen Bürgerkrieg zieht. Gleichzeitig fungiert der Kopf des Kultes als psionisches Leuchtfeuer für die Schwarmflotte. Ist der Angriff erfolgreich, absorbiert der Schwarm Flora und Fauna in eine Biomasse. Auch sämtliche Tyraniden die auf dem Planeten verweilen werden in Nährstoffe aufgelöst. Diese Stoffe werden schließlich der Schwarmflotte zugeteilt.

Tyranids_Cult
Einige Beispiele der Genestealer bzw. Hybriden-Kultisten © Games Workshop

Die Necrons

Necrons sind, wie der Name es vermuten lässt, eine Art untote Roboterfraktion. Einst besaßen sie organische Hüllen, die jedoch durch einen Pakt mit den C’tan schließlich durch belebtes Metall verändert wurde. Dadurch erhielten sie eine neue Form und ähneln nun Roboterskelette, so in etwa wie der T-800 ohne seiner organischen Hülle. Sie gelten auch mit den Eldar (ihre Todfeinde) als ältestes Volk des Universums.

Necrons
Necrons bereit zur Termination! © Games Workshop

Tatsächlich passt die Beschreibung als Untote doch auch am besten. Nach einem großen Kampf gegen die C’tan verschwanden die Necrons für einen mehrere Millionen langen Schlaf in ihre Gruftwelten. Diese Welten sind dabei meist nichts anderes als tote, nackte Felsen mit Millionen von Grüften. Da sie die wohl fortgeschrittenste Technik der Galaxie haben, locken sie auch viele abenteuerlustige Techpriester oder Abenteuer an. Doch abgesehen von den Gefahren innerhalb dieser Welten geschieht während des 41. Jahrtausends das “große Erwachen” in denen sich die Necrons erneut aus ihren Grüften erheben um die Galaxie zu erobern.

Die T’au

Die letzte Fraktion, die ich hier kurz vorstelle, ist somit auch die Jüngste von Warhammer 40K. Am östlichen (sofern man im Weltraum überhaupt so navigieren kann!) Spiralarm begannen sie ihr Reich aufzubauen, das nicht nur durch Eroberung und Tod gekennzeichnet ist. Durch das Streben nach dem höheren Wohl bestimmt eine Selbstlosigkeit die Gesellschaft, in der jeder die individuellen Wünsche für Harmonie und Frieden zurückgestellt. Dass die T’au natürlich auch anders können, muss ich nicht erwähnen. Wir sind schließlich noch immer in Warhammer 40K!

Tau © Games Workshop
Die T’au © Games Workshop

Der normale “Wald und Wiesen T’au” ist humanoid und kleiner als ein Mensch. Sie sind schlank, besitzen eine blassblaue Haut und sind haarlos. Aufgrund ihres Kastensystems unterscheiden sie sich untereinander stark. So sind beispielsweise die Mitglieder der Feuerkaste (Bodentruppen) robust und kräftiger gegenüber den anderen Kasten. Interessant ist, dass sie so gut wie keine psionische Begabung besitzen und aufgrund ihrer schleichenden/friedlichen Besetzung anderer Planeten eine Vielzahl von Hilfstruppen besitzen, darunter auch Menschen.

Tau Hilfstruppe  © Games Workshop
Xenos Hilfstruppen der T’au © Games Workshop
Kategorien: Games

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