Presidente, es ist wieder soweit! Das Volk von Tropico sehnt sich nach dem neuen (alten) Anführer! Denn im nun sechsten Teil der Spieleserie erwartet den Herrscher über das Inselparadies nicht nur Altbekanntes, sondern auch einige Neuerungen. Damit ihr bei dem Spiel nicht untergeht, hier ein paar Tipps für die Kolonialzeit.

Endlich! Da!

Ja, anders wie auf der Gamescom 2018 angekündigt, erschien das fertige Spiel jetzt doch erst Ende März, weshalb ich es aber nur noch halb auf dem Schirm hatte. So, aber auch Steam sei Dank wurde ich rechtzeitig an den Release erinnert und konnte es recht frühzeitig anspielen und euch nun Tipps zur Kolonialzeit geben.

Des Presidentes alte Gewänder?

So wie im Vorgänger Tropico 5 spielt bzw. verwaltet man eine Insel in der Südsee. Wir müssen uns dabei nicht nur um die Stadtentwicklung sorgen, sondern geraten je nach Epoche zwischen die Supermächte und müssen nebenbei noch lästige Wahlen gewinnen. Soweit klingt alles ganz nach dem Alten. Allerdings ist es nun erstmals möglich, Brücken zwischen den Archipelen zu errichten oder unsere Bewohner auf anderen Transportwegen wie Seilbahnen oder Booten von Insel zu Insel zu bewegen. Ist das noch nicht spannend genug? Nun, dann können die Raubzüge helfen, in denen wir pro Epoche eine Sehenswürdigkeit wie das Schloss Neuschwanstein oder Stonehenge stehlen und bei uns aufstellen können. Ja, richtig gelesen! Um unsere Insel u.a. attraktiver für den Tourismus zu gestalten, können wir pro Epoche jeweils eine bekannte Sehenswürdigkeit “umdisponieren”. Je nachdem, für welche wir uns entscheiden, erhalten wir unterschiedliche Boni. Außerdem können wir nun Wahlkampfreden halten, die uns einen entscheiden Vorteil gegenüber unseren Konkurrenten geben können. Nur sollte man auch die Versprechen erfüllen 😀

Der Diebstahl der Sehenswürdigkeiten in Tropico 6
Alles nur geklaut? Ja sicher! Und jede Sehenswürdigkeit gibt unterschiedliche Boni

Die Kolonialzeit

Wie auch bei dem letzten Teil starten wir in der Kolonialzeit. Lord Oaksworth wurde von Lord Wyndham abgelöst, der uns in seiner britisch-trockenen “Schmeichelei” die Aufträge von Eurer Majestät erteilt. Bisher haben sie den Witz von Tropico 5 mit den absurden Ideen der Krone (Unterwasserpalast!) nicht erreichen können, aber die Nachrichten sind immer noch gut 😀 So, da wir aber von der Gunst des Lords abhängig sind, müssen wir uns seinem Willen beugen und eifrig die Aufgaben erledigen. Denn auch hier haben wir lediglich eine begrenzte Mandatszeit, die es mit den Aufträgen zu verlängern gilt.

Mein Tipps: Bei Erledigung der Aufträge wählt stets die Verlängerung der Mandatszeit. Geld ist zwar nett, bringt euch aber in dieser Epoche nicht so weit.

Tipps zur Verlängerung der Mandatszeit
Zeitspiel erlaubt: „Erkauft“ euch soviel wie möglich von der Mandatszeit um in Ruhe die Revolution voranzutreiben.

Revolte? Nein Sire, das ist eine Revolution!

Also, trotz unserer royalistischen Fassade sind wir jedoch der Krone überdrüssig und planen der eigene Herr… äh vom Volk gewählte Presidente zu werden. Dafür helfen wir den Revolutionären wie in Teil 5 mit Aufträgen und erhöhen den Wert der Freiheit. Das können wir einerseits durch die Steigerung der allgemeinen Zufriedenheit erreichen und andererseits durch die Ansiedlung weiterer Revolutionäre durch die Erfüllung der Rebellenaufträge. In dieser Epoche brauche ich so meist nicht lange und kann relativ schnell in das neue Zeitalter wechseln. Wenn wir es geschafft haben, können wir uns entscheiden, uns freizukaufen (15000$) oder zu kämpfen. Auch hier baue ich meine Streitmacht erst in den Weltkriegen auf und wähle daher meist das Freikaufen.

Mein Tipps: Auch hier wähle ich stets die neuen revolutionären Bürger und nie das Geld. Wir sollten immer einen Blick auf unsere Mandatszeit haben und daher so schnell wie möglich den erforderlichen Prozentsatz an Revolutionären erreichen, um uns unabhängig zu erklären!

Exotische Güter aus den Kolonien

Im Grunde kann man jedoch trotz der kurzen Zeit in dieser Epoche den Grundstock für die spätere Wirtschaft legen. Wichtig ist, dass wir neben einer intakten Nahrungsversorgung auch die Grundversorgung anderer Rohmaterialien gewährleisten. Dazu zählt einerseits das Holz, aber auch das neu dazugekommene Leder. Besonders letzteres kann man mit dem Bau von Gerbern schon in der Kolonialzeit produzieren und mit einem guten Profit verkaufen. Auch Gummi von den Plantagen ist ein guter Kassenfüller. Daneben haben sich meine beiden Dauerbrenner Zuckerrohr und Tabak für Rum und Zigarren erneut etabliert. Mit dieser Kombination sollte man einen guten Stand für die nächsten Epochen haben.

Mein Tipps: Baut Zuckerrohr und Tabak an! Rum kann man bereits in der Kolonialzeit herstellen, also tut genau das! Der Verkauf von Leder und Gummi ergänzen den Profit sehr gut. Nur Finger weg von den Minen, baut sie erst, wenn ihr die Mineralien in Produktionsstätten veredeln könnt!

Tipps zum Handel während der Kolonialzeit in Tropico 6
Moneytalks: Rum und Leder sind die Dauerrenner in der Kolonialzeit.

Stadtplanung ist alles!

Doch nicht nur der Handel ist entscheidend für eine florierende Insel. Auch die Stadtplanung und Anordnung der Wohnorte muss gut durchdacht sind. Die Einwohner wollen meist nicht weit von ihrer Arbeitsstelle wohnen und bauen bei Wohnungsmangel ihre Wellblechhütten in der Nähe ihrer Arbeitsplätze. Aber auch der Transportweg von Rohmaterial zur Verarbeitungsstelle und zum Hafen sollte so kurz wie möglich gehalten werden.

Daher baue ich beispielsweise für die Rumproduktion die Destillerie direkt neben den Zuckerrohrplantagen, das gleiche mache ich für die Zigarrenfabrik, den Gerber, etc. Dadurch verkürzen sich die Wege auf ein Minimum und die Effizienz steigert sich. Wenn die Standorte dabei noch nahe am Hafen/Häfen liegen, umso besser!

Tipps zur Planung und Bau der Rumproduktion in Tropico 6
Tropico’s finest! Der Weg von den Plantagen zur Destille und zum Lager ist auf ein Mindestmaß reduziert.

Die Altstadt

Doch auch die Wohnhäuser haben einen gewissen Einfluss auf die Effektivität der Insel. Wie oben beschrieben, ist es wichtig, dass die Häuser nicht allzu weit von den Arbeitsstellen entfernt stehen. Aber mitten zwischen Plantagen, Farmen und Fabriken gequetscht ist auch nicht das richtige. Wichtig ist, dass es ausreichend Einrichtungen gibt, die die Zufriedenheit decken!

Mein Tipps: Baut Wohnviertel neben den Arbeitsplätzen und sorgt für eine ausreichende Versorgung. Baut Kliniken, Unterhaltungsgebäude, Kirchen/Kapellen und Lebensmittelläden. Sorgt auch für ausreichend Platz für später folgende Gebäude, wie Polizei- oder Feuerwachen.

Tipps zur Stadtplanung für eine perfekte Stadt in Tropico 6
Damit die Tropicaner zufrieden sind, haben sie neben einen kurzen Arbeitsweg alle verfügbaren Unterhaltungsgebäude.

Fazit

Jeder, der den Vorgänger bereits spielte sollte im Grunde keine großen Schwierigkeiten kriegen und den Einstieg schnell finden. Bei manchen Gebäudearten musste ich ein wenig suchen, da sie mit anderen zusammengefügt wurden, aber ansonsten ist das Spiel ähnlich wie Tropico 5. Veteranen werden sich schnell zurechtfinden, da am Spielprinzip selbst nichts großes verändert wurde. Die zusätzlichen Features wie den Raub der Sehenswürdigkeiten verleihen reihen sich in das chaotische Flair von El Presidentes Insel sehr gut ein.

Kategorien: Games

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